International tätig, lokal verankert: Akquise im Wandel mit Christian Thomas Stempfle

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Shownotes

In dieser Episode des Kanzleimarketing-Podcasts spreche ich mit Christian Thomas Stempfle, Rechtsanwalt mit über 25 Jahren Erfahrung in Prozessführung und Schiedsgerichtsbarkeit.

Wir sprechen über seine Entwicklung im Kanzleimarketing, die Rolle von Netzwerken in der Mandatsakquise und warum persönliche Kontakte bis heute der stärkste Hebel sind.

Wir sprechen über:

  • Christians Einstieg in die Akquise: Von den ersten Schritten in einer lokalen Kanzlei bis zur internationalen Großkanzlei
  • Publikationen als Marketinginstrument: Chancen, Grenzen und typische Fallstricke
  • Warum persönlicher Kontakt der wichtigste Akquisekanal ist und bleibt
  • Netzwerkaufbau durch Seminare, Vorträge und internationale Veranstaltungen
  • Wie man durch Inhouse-Seminare gezielt Mandanten gewinnt
  • Online vs. Offline: Wann sich welche Formate wirklich lohnen
  • Kanzleigröße und Marketing: Unterschiede zwischen kleiner Einheit und Großkanzlei
  • Der eigene Kanzlei-Podcast „Noch’n GERICHT?“: Idee, Umsetzung und Wirkung
  • Warum Marketingmaßnahmen oft schwer messbar sind und trotzdem wirken
  • Neue Formate wie Reels & kurze Videos: Was heute zusätzlich wichtig wird
  • Tipps für Berufseinsteiger: Netzwerk, Authentizität und der eigene Stil im Marketing

Hier findest du Christian T. Stempfles Profil auf der Kanzleiwebsite von PSP: Profil aufrufen

Sebastian Klingel: [00:00:00] Herzlich willkommen zu einer neuen Episode des Kanzleimarketing-Podcast. Heute freue ich mich sehr auf ein Gespräch mit einem ausgewiesenen Experten für Prozessführung und Schiedsgerichtbarkeit. Rechtsanwalt Christian Thomas Stempfler ist bei mir. Herr Stempfler ist seit über 25 Jahren im Beruf tätig und verfügt über umfangreiche Erfahrungen im nationalen und internationalen Streitverfahren.

Insbesondere bei grenzüberschreitenden Auseinandersetzungen, Insolvenzstreitigkeiten sowie in der Organ- und Produkthaftung. Darüber hinaus berät und verteidigt er im Wirtschafts und Steuerstrafrecht. Seine Laufbahn führte ihn unter anderem über viele Jahre als Partner bei internationalen Großkanzleien dahin dass er heute als Partner bei Peters, Schömberger und Partner tätig ist.

Besonders spannend finde ich auch die Doppelzulassung als Rechtsanwalt in Deutschland und Solicitor in England und Wales, also klar international geprägt und deswegen, ich freue mich sehr, dass Sie heute hier sind, Herr Stempfle, übergebe das Mikrofon einmal virtuell an Sie. Willkommen im Kanzleimarketing-Podcast, ich freue mich auf unser [00:01:00] Gespräch.

Christian T. Stempfle: Ich freue mich auch. Vielen Dank für die Loge als Einführung Das haben Sie im Prinzip wunderbar getroffen, wer ich bin und was ich tue und freue mich sehr auf unser gemeinsames Gespräch.

Sebastian Klingel: Sehr schön. Ich bin sehr gespannt. Ich habe gesehen, Sie sind auch selbst Podcast-Host, mit Podcast tätig. Das interessiert mich sehr. Ich würde aber, bevor wir da tiefer ins Thema reingehen, einmal weiter vorne anfangen und zwar so zu den ersten Schritten quasi im Kanzleimarketing. Ich finde es immer ganz spannend, so zu Beginn der Karriere wenn man das erste Mal selbst auf Akquise geht, ging mir nämlich genauso, hat man ja Noch nicht so eine richtige Vorstellung davon, wie die Akquise vielleicht tatsächlich funktionieren kann und sollte, einfach weil da die Erfahrungswerte fehlen.

Man hat vielleicht Buchwissen oder was auch immer, aber man muss dann ja auch viel ausprobieren. Und deswegen finde ich es immer ganz spannend, wo war denn so der erste Punkt, wo Sie so in der [00:02:00] Karriere als Rechtsanwalt zu dem Punkt gekommen sind, wo Sie gesagt haben, naja irgendwie muss ich jetzt mal gucken, wo der erste Mandant oder die erste Mandantin herkommt.

Christian T. Stempfle: Ja, das sind die ersten Schritte die man als Anwalt unternimmt. Bei mir ging das ja mal ganz ursprünglich Mitte der 90er Jahre los, in Traunstein, ganz im Süden unserer schönen Republik, in einer damals landkreisübergreifend tätigen Kanzlei. Da hat man dann schlicht... Am Anfang das gemacht, was einem eben in der Kanzlei zugetragen wurde.

Ich bin dann relativ schnell nach drei Jahren, weil mir dann diese lokale Tätigkeit ein Stück weit zu eng wurde, in der Großkanzlei damals für mir und unter Nürnberg-Stiefenhofer-Lutz, nach München gewechselt und da ging es dann tatsächlich relativ schnell los, dass die Tätigkeit [00:03:00] internationaler wurde.

Getrieben ein Stück weit dadurch, dass nur Herr Stiefenhofer-Lutz heute nahe ist. Zu der Zeit eine Reihe mittelosteuropäische Büros unterhalten hat und da schon international ausgerichtet war. Und in dem Zusammenhang habe ich dann angefangen A, stark zu publizieren auf der einen Seite und auf der anderen Seite aber nochmal mehr.

Als die reine Publikationstätigkeit, die ja damals noch ausschließlich im Printmodus stattfand, habe ich es unternommen auf einer Vielzahl von Veranstaltungen präsent zu sein und insbesondere eigene Vorträge und Seminare zu halten. Und das waren eigentlich die ersten Schritte, wo man dann auch mit Personen in Kontakt kam Gekommen ist, die potenzielle Mandanten sein könnten und von dort dann die weiteren Schritte im Rahmen [00:04:00] der anwaltlichen Akquisetätigkeit unternommen.

Sebastian Klingel: Sehr interessant. Also Sie haben sehr früh angefangen zu publizieren. Wie haben Sie da die, also Sie haben es schon gesagt, das war auf jeden Fall alles Print, alles Offline.

Wie sind Sie denn da rangegangen, einerseits an die Auswahl? Wo sie publizieren wollten, auch die Themen, was und so ein bisschen der Punkt, wie dann auch, wie haben sie ihre Themen dann dort platzieren können.

Christian T. Stempfle: Das war natürlich zu diesen frühen Zeiten das sage ich ganz offen, stark von Opportunismus geprägt. You take what you get. Man war jung und brauchte das Geld. Und ich weiß noch gut, wie damals mein Projekt an mich von dem leider kürzlich [00:05:00] verstorbenen Kollegen Peter Beutigam an mich herangetragen wurde.

Seinerzeit an dem Buch zum Onlinehandel geschrieben. Das waren die frühen Zeiten des Internets, da war Ebay unter anderem ganz groß und von dort an ist es losgegangen und dann habe ich natürlich Stück für Stück diese Publikationstätigkeit verfeinert bin dann enger an den Beck Verlag. Mit dem Beck-Verlag in Kontakt gekommen, da publiziere ich ja heute noch Prozessrechts-, Schiedsrechtsformulare und dann hat es sich halt ein Stück weit mehr verfeinert dann wurde es online und dann schließt sich, wenn man jetzt rein auf diese Publikationstätigkeit anschaut.

Schaut ein Schritt an den anderen an. Aber ich muss ja ehrlicherweise sagen, da [00:06:00] ist man oder bin ich als Anwalt auch so ein Stück weit einem anwaltlichen Irealis verfallen Sich natürlich gerade als Anwältin als Anwalt gern mit Publikationen schmückt. Jedenfalls war das zu der Zeit Ende der 90er, Anfang der Nullerjahre so ein Trend.

Das gehörte zu dem guten Ton. Ich würde aber heute für eine anwaltliche Akquisetätigkeit sagen, ja, wem das gefällt. Sich da publizistisch auszutoben, der soll das bitte gerne tun, aber wenn es jetzt wirklich um erfolgreiche Akquisetätigkeit geht, dann ist am Ende der unmittelbare Kontakt zu den Entscheidern, die dann auch dafür verantwortlich sind, in welchen Konstellationen man sich anwaltlichen Rat sucht und welchen das ist das A und O.

Und nicht, ob ich hier jetzt, sei es in einem Online- oder Offline-Medium. Publizistisch erschienen [00:07:00] bin. Also jedenfalls wenn ich so auf meine eigene akquisitorische Tätigkeit zurückschaue. Das ist die Akquisitionserfolge die ich erzielt habe und immer noch erzielen, die stammen ich würde sagen, zu 95 Prozent aus persönlichen Kontakten.

Sebastian Klingel: Ja, spannend. Also wirklich das Netzwerk mit Abstand so der stärkste Akquisekanal was Ja.

generell in der Branche finde ich auch absolut Ja, sinnvoll ist. Also es wundert mich nicht, dass bei vielen eben so das Netzwerk ein ganz, ganz starker Hebel ist, was die Akquise angeht weil es halt einfach eine Art der Zusammenarbeit eine Dienstleistung eine Beratungsleistung die halt sehr viel Vertrauen auch benötigt je nachdem, mit wem man da zusammenarbeitet.

Klar, mal bei, keine Ahnung wenn ich jetzt geblitzt wurde, dann jemanden brauche, der irgendwie sagt, naja, ganz so schnell war er jetzt doch nicht vielleicht. [00:08:00] Ich habe vielleicht ein bisschen weniger Vertrauen, als wenn es jetzt irgendwie ein B2B-Geschäft ist, wenn ich da irgendwie ein Unternehmensmandat zu vergeben habe oder so.

Aber grundsätzlich ist es bei einer Rechtsberatung ja immer sehr, sehr wichtig, dass da eine gewisse Vertrauensbasis da ist. Von dem her wundert es mich jetzt nicht extrem, dass das so stark ist bei Ihnen mit den persönlichen Kontakten. Ich finde es auch interessant, dass Sie gesagt haben, so dass die Publikationen also quasi Fachpublikationen dass Sie da niemandem vom abraten würden, aber dass Sie jetzt auch sagen würden, dass das jetzt vielleicht nicht der akquisisch stärkste Weg ist in dem Sinne weil ich glaube eben gerade, wenn man da wirklich sehr tief ins Detail geht, ist es vielleicht auch nicht so das, was von potenziellen Mandanten gelesen wird, sondern vielleicht häufig eher von Kollegen,

Christian T. Stempfle: Das wird von Kollegen gelesen und Kolleginnen und dann muss man natürlich, verrate ich auch kein Geheimnis aufpassen, dass man jetzt nicht zu viel der eigenen [00:09:00] Expertise verrät was dann abgekupfert werden kann. Es gehört natürlich auch so ein Stück weit zum Handwerk, potenzielle Wettbewerber nicht zu sehr ins eigene Handwerk schauen zu lassen, wobei ich da im Prinzip extrem tiefenentspannt bin, eben weil...

Jedenfalls wenn ich so auf meinen Bereich schaue, es mir schon gelungen ist, zu den Mandanten, die wir betreuen, immer auch ein starkes persönliches Verhältnis aufzubauen und zu unterhalten. Das hat mich jetzt, ehrlicherweise gesprochen, gar nicht so sehr gekümmert, wenn jetzt jemand versucht, mit meinem Know-how spazieren zu gehen.

Sebastian Klingel: Ja, verstehe ich. Also es ist ja viel, klar, es ist

Christian T. Stempfle: Und da muss man natürlich auch aufpassen mit der Publikationstätigkeit. Das ist und ist mir auch schon passiert. Auf der einen [00:10:00] Seite wie ich schon gesagt habe, der schöne Anwalt ich ziehe auf der anderen Seite, weiß ich ja. Die anwaltliche Tätigkeit ist ein freier Beruf. Das sage ich immer allen jüngeren Kolleginnen und Kollegen.

Ich weiß nicht, was das Mandat von morgen sein wird oder übermorgen oder in der nächsten Woche. Das werden wir alle sehen und dann sehr überrascht sein und uns manchmal dann in den Mandaten fragen, was haben wir denn zu dem Zeitpunkt gemacht als das. Begonnen hat, bevor es überhaupt zu uns gekommen ist.

Da gibt es ja immer so Stichtage, wo sich irgendwas Bestimmtes abgespielt oder nicht abgespielt haben soll. Ich bin schon häufiger mit eigenen Publikationen konfrontiert worden, wo man eine Position eingenommen hat, die vielleicht jetzt genau nicht die ist, die man in dem aktuellen Mandat einnimmt.

Deswegen muss man natürlich so ein Stück weit vorsichtig sein. Wie stark man sich in einer bestimmten Richtung als Anwältin, als Anwalt [00:11:00] publizistisch positioniert, weil einem das natürlich dann so kosmetisch auf die Füße fallen kann. Nennen wir es mal so.

Sebastian Klingel: Ja, interessanter Punkt, dass man da auf jeden Fall langfristig denken sollte, welche Themen man veröffentlicht.

Christian T. Stempfle: und mit welchem Zungenschlag man es veröffentlicht. So nach dem Motto es kann ja auch mal ein Mandat um die Ecke gebogen kommen, was anders gelagert ist und dann ist es jetzt nicht kriegsentscheidend wie wir immer so schön sagen, aber natürlich lästig wenn dann insbesondere Mandanten lesen dürfen, dass man sich auf eine Meinung bezieht die nicht tunlich ist und ausgerechnet von dem eigenen Anwalt kommt.

Sebastian Klingel: Verständlich Das ist ein guter Punkt. Muss man definitiv darauf achten was man sagt, was man veröffentlicht mit diesem Blick definitiv.

Einspieler: Kurzer Hinweis in eigener [00:12:00] Sache. Ich bin ja Agenturinhaber und kein Influencer, deswegen versuche ich jetzt hier auch nicht, irgendwelche Produkte zu verkaufen. Allerdings habe ich ein kostenfreies Angebot, was für dich durchaus interessant sein könnte, vorausgesetzt du bist Rechtsanwältin oder Rechtsanwalt.

Ich biete nämlich kostenfrei einen individuellen Akquiseguide für Kanzleien an. Der Deal sieht so aus, du nennst mir ein paar Details zu den Mandanten, die du akquirieren möchtest Ich erarbeite kostenfrei eine individuelle Strategie als Schritt-für-Schritt-Fahrplan, wie du dieses Ziel am Ende erreichen kannst.

Bei Rückfragen können wir sehr gerne kostenlos telefonieren, müssen wir aber nicht. Solange du das Formular ausfüllst, erstelle ich dir den Guide und schicke ihn auch kostenfrei zu. Das ist jetzt nicht irgendwie, du trägst dich ein und dann ist es doch ein Telefonat oder ein Gespräch. Falls nicht irgendwas Gravierendes fehlt, was ich brauche um das zu erstellen, melde ich mich nicht per Telefon und schicke dir einfach den fertigen Guide zu.[00:13:00]

Vielleicht fragst du dich aber, was hat er denn davon, warum bietet er das überhaupt an? Und naja klar, entweder bist du so überzeugt dass du meine Unterstützung bei der Umsetzung möchtest, super. Oder falls nicht, hinterlasse ich zumindest mal hoffentlich vielleicht einen positiven Eindruck und du empfiehlst mich dann gegebenenfalls eben an der richtigen Stelle irgendwann weiter.

Aus meiner Sicht ist das Win-Win. Falls du Interesse hast, dann geh jetzt auf acquiseguide.de. Den Link findest du auch in den Shownotes. Und jetzt geht es aber wirklich weiter mit der Episode. Vielen Dank fürs Zuhören

Sebastian Klingel: Wie sind Sie dann rangegangen an den Aufbau des Netzwerks, um das eben für die Akquise aufzubauen oder auszubauen auch? Über klassische Events, über Vorträge die Sie gehalten haben oder hat sich das einfach, Sie nicken schon,

Christian T. Stempfle: Ja, ja, also schon über Vorträge Schulungen, Seminare, ob das jetzt offen zugängliche Seminare [00:14:00] sind oder, was ich immer wieder auch sehr gern mache, Inhouse-Seminare sind und dann natürlich auch immer mit der Einladung an Seminarteilnehmerinnen und Teilnehmer. Mich mit eigenen Texten zu versorgen, wie geht man selber mit bestimmten Themen um, wie formuliert man Verträge, Qualitätssicherungsvereinbarungen, um dann zu zeigen, In Nuancen da kann man natürlich bei so einer Veranstaltung nicht extrem juristisch in die Tiefe gehen, aber zu zeigen, was man hier alles optimieren kann, wie man sich besser aufstellen kann und in dem Moment ist der Kontakt, den ich suche da und dann kommt es immer wieder vor, dass sich dann entsprechende Anfragen anschließen.

Und das ist aus meiner Sicht ein sehr gutes Tool und natürlich [00:15:00] Veranstaltungen, insbesondere internationale Veranstaltungen Ich mit meinem Team auch stark international tätig bin und wir in dem Zusammenhang natürlich immer wieder auch auf andere Kanzleien, Kolleginnen und Kollegen weltweit zugreifen.

Und da ist immer wichtig, entsprechende Kooperationspartner zu kennen, die dann ihrerseits natürlich, was das eigene anwaltliche Unternehmertum anbelangt als Multiplikatoren dienen können, wenn sich die Zusammenarbeit als fruchtbar erwiesen hat.

Sebastian Klingel: Ja, das ist, glaube ich ein spannender Punkt auch mit den Seminaren. Das heißt, habe ich richtig verstanden, Sie haben dort die Teilnehmer auch oder den Teilnehmern so gesagt die Möglichkeit gegeben, eigene. Themen, also die sie gerade im Alltag beschäftigen anzubringen

und haben das quasi mit in die Seminare mit aufgenommen, um quasi schon Probleme direkt zu lösen

Christian T. Stempfle: Um dann jedenfalls in einem Schritt dann auch zu [00:16:00] zeigen, wir haben uns jetzt mit diversen Punkten beschäftigt und jetzt trainieren wir das einfach mal am lebenden Objekt und schauen uns das an, was das am Ende des Tages bedeutet und an welcher Stelle man sich da juristisch wenn man es möchte, optimieren kann.

Sebastian Klingel: Das ist ein sehr guter Tipp, finde ich Also das ist ja quasi so aus der Marketing-Sicht der klassische Lead-Magnet irgendwie. Man

löst eben ein Teilproblem von vielen quasi sozusagen und kann dort eben die Expertise optimal demonstrieren. Zeigt auch, dass man da irgendwie der Richtige für ist. Und teilweise gibt es ja die Angst, wenn ich da jetzt irgendwas for free mit rausgebe, mit löse oder sowas dann brauchen die mich ja vielleicht gar nicht mehr.

Aber das ist ja oft nur so ein kleiner Teil davon, von was ganz Großen. Und das ist sehr sehr wertvoll. Also so ein Lead-Magnet der muss nicht immer irgendwie ein E-Book sein, was man runterladen kann und was da nicht gelesen [00:17:00] wird,

Christian T. Stempfle: Ja und jetzt muss man natürlich für alle Anwaltskammern die da mithören mögen, sagen, da wird natürlich kein freier Rechtsrat erteilt sondern einfach in Nuancen gezeigt und erläutert wo die entsprechenden Problemstellungen liegen können und wie man dann sich, wie ich gerade schon erwähnt habe, da wiederhole ich mich, ein Stück weit juristisch optimieren kann.

Aber klar. Ein Marketing-Mensch würde ich sagen, ein Teaser.

Sebastian Klingel: Ja, genau. Sehr sehr smart. Man denkt da häufig, beziehungsweise man wird da häufig auch mit konfrontiert wenn man eine Marketingkampagne aufsetzt oder die Website der Kanzlei aktualisiert oder sowas dass man dann vielleicht mal vom Dienstleister gefragt wird, naja, was könnte man dann ins Schaufenster stellen? Schwer greifbar am Ende und je einfacher man es jemandem machen kann im Sinne von, ich verstehe, wenn ich jetzt [00:18:00] diesen Schritt ausführe sei es anrufen eine E-Mail schreiben, Formular ausfüllen, dann bekomme ich quasi dieses Endergebnis, was es greifbarer macht. Das denkt man häufig so rein digital, deswegen finde ich sehr gut, dass auch in solche Ja, Konstellationen die eben auch offline stattfinden können und so weiter generell in den Alltag besser mit zu integrieren. Sehr, sehr, sehr, sehr spannend. Sind diese Seminare Verträge, Schulungen neben den Inhouse-Veranstaltungen und so weiter immer offline oder teils auch mal online oder

Christian T. Stempfle: Sowohl als auch aller Teils. Ich will jetzt nicht sagen, es hat stark zugenommen aber das ist auch ein Medium, das genutzt wird. Völlig offen zu, dass ich überhaupt kein Fan von Online-Veranstaltungen bin, insbesondere wenn es dann, was ich immer wieder mache, Online-Tagesveranstaltungen [00:19:00] sind, weil das ja dann schon...

Obwohl online so ein bisschen disconnected stattfindet und für mich als Anwalt aber auch jemand, der was erklärt was präsentiert, ist so der Connect, den Leuten wirklich ins Gesicht schauen zu können und registrieren zu können, wird das verstanden, ist das genau das, was die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gerade umtreibt.

Das funktioniert natürlich offline viel, viel besser als online, aber natürlich halte ich immer wieder Online-Veranstaltungen ab. Ja

Sebastian Klingel: denke gerade im internationalen

Christian T. Stempfle: ist es viel, viel lieber, wenn wir das offline machen können. Ich war letztes Jahr für einen Veranstalter in der Republik, weil das jetzt ein Thema ist, was natürlich wieder ganz stark an Fahrt aufgenommen hat mit [00:20:00] weltweit ja zunehmenden Insolvenzen.

Sebastian Klingel: Dank

Christian T. Stempfle: Und da gebe ich eine Reihe von Schulungen um einfach in insolvenzrechtlichen Themen und wie geht man dann in Szenarien um, wie geht man mit Insolvenzverwaltern und Insolvenzverwalterinnen um. Und die habe ich alle in Präsenz gehalten und das ist dann auch besser, da kommt dann mehr Response, da kommt man in eine andere Dynamik rein.

Sebastian Klingel: Absolut, ja also ich finde auch wenn ich irgendwie offline einen Vortrag mal gehalten habe oder so Man sieht halt, wie die Teilnehmer darauf reagieren. Ich gebe auch immer wieder Webinare und viele haben dann auch die Kamera aus oder so. Dann ist man immer so ein

bisschen unsicher. Kommt das gerade gut an?

Bin ich zu schnell? Bin ich zu langsam? Ist es zu tief? Ist es zu oberflächlich?

Langweilt sich da jemand? Kommt jemand nicht mit? Man kann zwar nachfragen aber möchte jetzt auch nicht die ganze Zeit [00:21:00] permanent nachfragen und so weiter. Deswegen, ich verstehe schon diesen Punkt. Ich glaube... So die Corona-Zeit hat einerseits gezeigt, das funktioniert alles und vielleicht auch seitdem funktioniert da vieles besser, weil man halt umstellen musste,

hat aber jetzt auch dann über die Zeit hinweg so ein bisschen den Wunsch wieder erweckt auch mal sich wieder so zu treffen.

Also das ist zum Glück schon eine Weile her. Ich habe auch festgestellt dass da viele jetzt gerne auch mal wieder wohin gehen und sich irgendwo treffen mit anderen Connecten, hat ja mehr Vorteile, also

hat ja Vorteile über den reinen Wissensaustausch noch hinaus. Wie ist es denn, Sie haben ja beides gesehen, so in dem Sinne, haben ja gesagt, Sie haben da eher eine Kanzlei angefangen die lokaler tätig

war.

Christian T. Stempfle: ganz lokal.

Sebastian Klingel: Ja bis hin zur internationalen Großkanzlei, also sprich so von bis einmal alles gesehen, auch in der Akquise. Was würden Sie sagen, [00:22:00] gibt es da so einen Punkt, der sich ganz stark unterscheidet oder generell so die Unterschiede wie man rangehen sollte, wenn man jetzt jemanden lokal akquirieren möchte bis hin zu international sich einfach präsentieren und zeigen möchte?

Christian T. Stempfle: Nein, also... Um dann das Nein auch gleich wieder ein Stück weit aufzuweichen, sagen wir, in den Anfängen der Akquisetätigkeit hat natürlich rein mental so ein Briefbogen eine Visitenkarte einer Großkanzlei schon geholfen weil das nochmal für einen selber. Einen anderen Eindruck macht, als wenn man da, wie ich es jetzt wieder bin, mit einer lokal basierten Einheit unterwegs bin.[00:23:00]

Das ist etwas, was ich mental heute nicht mehr brauche weil ich ja sehr Für mein eigenes Geschäft stehe, was ich da verkaufe und über die Jahre die entsprechenden Vertrauensbeziehungen aufgebaut habe und das Erfahrungswissen habe, um hier dann entsprechend überzeugen zu können.

Sebastian Klingel: Ja, okay. Interessant Also so ein Nein, was dann quasi wieder so ein bisschen relativiert ist. Also finde ich gut, dass Sie davon sagen, es kommt glaube ich auch darauf an, wem man anspricht. Also so größere Unternehmen beispielsweise sind bestimmt dann auch darauf aus. Großkanzlei irgendwie zu beauftragen, weil sie das Gefühl haben, da sind sie besser aufgehoben. Wohin gehen es dann auch bei kleineren Unternehmen [00:24:00] beispielsweise wieder schon negativ sein kann, weil man denkt, naja, was wollen die mit uns, die sind bestimmt viel zu teuer. Also es ist bestimmt auch so eine Positionierungsfrage, beziehungsweise eine Auswahl der Zielgruppe die da wieder für und wieder mit sich bringt, je nach Größe der Einheit, in der man tätig ist.

Christian T. Stempfle: Korrekt Und was natürlich immer unterschiedlich ist, ist auch hinsichtlich der eigenen Akquisetätigkeit je größer eine Einheit ist, desto sensibler muss man natürlich sein Im Rahmen der Akquise-Tätigkeit vorgehen, weil die Position, die man möglicherweise im Rahmen einer Akquise-Tätigkeit einnimmt, das ist mir einmal passiert, das ist viele Jahre her, als ich noch in einer größeren Einheit tätig war, wo ich mich gewinnen ließ für jemanden einen Beitrag in einer ganz bestimmten Richtung zu schreiben.[00:25:00]

Und das fiel mir dann kanzleiintern brutal auf die Füße, weil eine Kollegin aus einem anderen Büro, was ich nicht sehen konnte, in genau konträrem Kontext unterwegs war. Und das bedeutet natürlich dann auch wieder für die eigene Akquisetätigkeit, dass man je größer die Einheiten sind, wesentlich sensibler vorgehen muss, als wenn man etwas schmäler unterwegs ist.

Sebastian Klingel: auf jeden Fall komplexer Je mehr Personen da involviert sind, desto mehr Meinungen gilt es am Ende vielleicht auch so unter einen Hut zu bringen.

Christian T. Stempfle: Und dann hat man einen gewissen Marketingauftritt ist stolz darauf. Nur wenn dann, so wie es in dem Fall war, der eigene Marketingauftritt dann auf der Webseite der Kollegin auf der Gegenseite die in einem anderen Büro tätig ist, landet, dann sorgt das nicht für angenehme interne Gespräche [00:26:00] um es vorsichtig zu formulieren.

Sebastian Klingel: Das glaube ich das glaube ich. Wie ist es denn da mit so Vorgaben? Also kann ich mir vorstellen, dass es da generell dann strengere Vorgaben oder auch generell klarere Vorgaben gibt als jetzt in kleineren Kanzleien beispielsweise. Wahrscheinlich zieht sich das durch alle Unternehmen. Je größer desto mehr Personen gibt es wo sich ein Teil davon halt am Ende auch wieder um Marketing, um

die Botschaften kümmert nicht nur ums Design, sondern auch um Inhalte.

Ist wahrscheinlich auch strenger geregelt Oder vielleicht sonst in kleiner Einheit auch gar nicht so geregelt in manchen Fällen, oder?

Christian T. Stempfle: Kann ich da wirklich von einem Regelwerk sprechen? Eher nicht. Das sind eher unausgesprochene Regeln. Also wir haben in unserer Sozietät, die jetzt auch nicht wirklich Regeln aber das gemeinsame Verständnis dass wir uns jetzt nicht... Politisch in einer [00:27:00] bestimmten Richtung exponieren. Da passen wir zum Beispiel in unserem Kanzlei-Podcast, der uns juristische Themen können ganz schnell auch in einer gewissen Weise juristisch eingefärbt sind, zurückhalten, um da nicht irgendwie vereinnahmt zu werden.

Sebastian Klingel: Ja, okay, interessant. Lassen Sie es doch gerne mal zum Podcast kommen.

Das passt ja in den Podcast quasi. Ich habe gesehen, der Podcast heißt Noch im Gericht.

Ja, ein Fragezeichen, genau. Wie kam es dazu? Also ich habe gesehen, den gibt es auch schon eine ganze Weile. Ich glaube, die ersten Folgen waren schon von 24 oder früher, bin mir jetzt gar nicht sicher, genau.

Wie kam es dazu, dass Sie den Podcast gestartet haben? Ich glaube, das ist jetzt nur in ein paar Folgen so ein bisschen reingehört. Waren Sie immer mit jemandem aus der Kanzlei quasi so im

[00:28:00] Gespräch über bestimmte Themen? Genau.

Wie kam es dazu?

Christian T. Stempfle: war eine Idee, muss ich zurück überlegen, die ist bei uns im Kanzleimarketing geboren eben über die Technik mit der wir heute auch aufzeichnen. Und die Möglichkeit, sowas mit relativ einfachen Wortmitteln tun zu können. Und dann haben wir überlegt, was würde in unseren Bereich gut einpassen und sind dann eben auf diesen Podcast noch ein Gericht gekommen.

In Anlehnung an den längst verstorbenen Heinz Erhard noch ein Gedicht. Weil es bei uns eben um Themen geht. Aus unserem Erfahrungsschatz der streitigen Auseinandersetzungen resultiert, haben wir dem ganzen Land dieses Label respektive den Titel noch ein Gericht gegeben und [00:29:00] zeichnen da immer wieder bei uns, wir haben in der Kanzlei ein eigenes Webinarstudio, diese Podcastfolgen auf.

Sebastian Klingel: Ja, spannend. Ich finde, das ist ein tolles Medium, gerade für solche Themen, die eben erklärungsbedürftiger sind, weil man einerseits die Möglichkeit hat, eben die Themen zu erklären und weil es eigentlich auch eine schöne Möglichkeit ist für potenzielle Mandanten die, ja, Vielleicht auch ein bisschen unsicher sind, man kennt ja, wenn man jetzt nicht über eine Empfehlung kommt, vielleicht

auch die Kanzlei jetzt nicht, kann ich einschätzen, wie ist die Expertise, natürlich kann ich jetzt auch nicht nach einer Podcast-Episode, die ich gehört habe, sagen, auf jeden Fall sind die da perfekt oder nicht oder was auch immer, aber man bekommt halt ein viel besseres Bild, als wenn man nur einen Beitrag irgendwie auf Social Media liest oder so, weil es halt längere tiefere Gespräche sind. Ich glaube, ich meine, ich bin auch überzeugt von dem Medium, deswegen sitzen wir ja [00:30:00] heute hier, dass das einfach eine tolle Möglichkeit ist, sich da länger mit einem Unternehmen, mit einer Person wie auch immer, auseinanderzusetzen und eben auch tiefer in die Themen einzusteigen weil man je nachdem, wie lange so eine Folge geht, 20, 30, 40, 50 Minuten länger auch mal unterwegs. Wenn man eh im Auto sitzt oder wie auch immer die Zeit hat, sich damit auseinanderzusetzen, da reinzuhören und man verbringt dann quasi schon eine ganze Zeit eben mit dem Host oder den Hosts Interessant. Das heißt, auch spannend, dass Sie da sogar einen Podcast, also das ist ein Webinarstudio, hatten Sie

Christian T. Stempfle: ist ein Webinarstudio also wir nutzen das Studio eigentlich zum Aufzeichnen und oder Durchführen von Webinaren oder Online-Seminaren und nutzen es in dem Zusammenhang auch für die Aufzeichnung des Podcasts.

Sebastian Klingel: Ja, super. Ich finde generell auch, ist es mittlerweile sehr, sehr einfach, verhältnismäßig das Ganze eben zu produzieren. Das war [00:31:00] früher alles komplizierter. Man hat jetzt viel Technik die einem einiges abnehmen kann, sei es schon bei der Aufzeichnung an sich oder auch bei der Nachbearbeitung. Das nimmt viel von der Komplexität raus, die es da früher mal gab, wo man vielleicht ein größeres Team gebraucht hätte, um das Ganze dann auch in einer gewissen Qualität und einer Regelmäßigkeit zu produzieren.

Christian T. Stempfle: Korrekt ja.

Sebastian Klingel: Was sind also bisher die Rückmeldungen die Sie zum Podcast bekommen haben?

Christian T. Stempfle: Also das, was ich an Rückmeldungen bekommen habe, war eigentlich, für mich war es nicht zu sehr selber auf die Schulter klopfen aber war durchwegs positiv, weil die Folgen jetzt auch nicht nur von Nicht-Juristen, sondern auch von Anwaltskolleginnen, Anwaltskollegen gehört werden. Und die fanden beispielsweise, wir haben ja mal eine...

Folge aufgezeichnet zu Beginn der Trump II-Administration und den präsidentiellen [00:32:00] Verfügungen, die er da in einer unglaublichen Geschwindigkeit wieder erlassen hat. Schlicht deswegen, weil er ja auch gegen aus seiner Sicht verfeindete Anwaltskanzleien, die wir aus unserer täglichen Praxis auch gut kennen, vorgegangen ist.

Das ist jedenfalls nach meinem Eindruck schon auf entsprechendes Interesse gestoßen wo wir dann ein bisschen gespiegelt haben, was passiert da eigentlich, auf welcher Grundlage passiert das und könnte es eigentlich hier auch passieren.

Sebastian Klingel: Ja, spannender Punkt. Auch da

solche

Christian T. Stempfle: da waren wir an der Grenze unterwegs, weil das natürlich ganz schnell dann ins Politische abgleitet. Wir haben uns auch mal, davon haben wir dann wieder Abstand genommen, überlegt uns mit dem Internationalen Strafgerichtshof und mit der Frage zu beschäftigen, inwieweit denn Deutsche... Verwaltung Schrägstrich Strafrechtsverfolgung in Deutschland [00:33:00] Haftbefehle des Internationalen Strafgerichtshofs durchsetzen müsste und haben dann aber davon, das war ich ganz offen, wieder Abstand genommen, weil da natürlich mittlerweile Haft oder aktuell Haftbefehle erlassen worden sind, die Personen betreffen, die sehr stark politisch im Fokus stehen.

Und dann haben wir uns da wieder zurückgenommen.

Sebastian Klingel: Ja, das ist manchmal eben so ein bisschen... Ja, nicht ganz so einfach so zu schauen, wo zieht man die Grenze. Gerade so Themen jetzt, was sie da zuerst angesprochen hat mit der Episode, da bietet es sich schon an, mal auch auf am Ende ein politisches Thema einzugehen aber man muss ja nicht quasi eine politische Meinung äußern sondern man kann ja einfach faktisch das Ganze bewerten,

Christian T. Stempfle: Ja korrekt Ja, ja.

Sebastian Klingel: finde ich ist ja auch da sehr, sehr gut möglich. Wie ist es denn? Von der Akquise-Wirkung des Podcasts ich kann [00:34:00] verstehen, sowas ist oft schwierig einzuschätzen, aber den Podcast gibt es ja jetzt schon eine Weile

Das heißt, irgendwie wird es sich ja auch aus gewissen akquisetechnischen Gründen lohnen den weiter zu betreiben. Wie würden Sie den einschätzen für die Akquise?

Christian T. Stempfle: Wenn ich ehrlich bin, was ich immer bin, bringe ich jetzt ein mir erteiltes Mandat mit dem Kanzleipodcast in Verbindung Nein, das tue ich nicht. Mache ich ihn trotzdem weiter? Ja, weil ich finde, das ist eine gute Visitenkarte für die Kanzlei Es gibt eben potenziell in Mandantinnen und Mandanten eine Möglichkeit, sich einfach einen Eindruck von den Handelnden oder jedenfalls einen kleinen Teil der handelnden Personen zu verschaffen.

Und deswegen machen wir das munter weiter, ungeachtet. Aber das ist mit jedweder acquisitorischen [00:35:00] Tätigkeit, so angefangen von der Website über Veranstaltungen, die man durchführt, publizistische Tätigkeiten. Man verbreitert am Ende des Tages die eigene Reichweite und es ist für mich bis heute ganz schwer messbar, was davon hat sich wirklich am Ende des Tages, wenn man es wirtschaftlich ganz hart betrachtet, acquisitorisch ausgezahlt.

Weil natürlich wahnsinnig viel gelesen wird, ohne dass einem sofort gespiegelt wird, das habe ich gesehen, das habe ich gehört, das habe ich gelesen und deswegen bin ich zu dir gekommen. Das kommt so gut wie nie, aber dadurch, dass man natürlich eine gewisse Präsenz hat und zeigt, was man hier an Expertise anbietet, glaube ich zeugt das schon am Ende des Tages für ein Grundvertrauen, wo man sagt, da bin ich jetzt nicht an der komplett falschen [00:36:00] Adresse

Sebastian Klingel: 100 Prozent. Also da sind mehrere Punkte drin, zu denen ich gerne was sagen würde. Einerseits kann ich es jedem empfehlen, bei einem neuen Mandanten einfach mal zu fragen, wie sind sie denn auf uns aufmerksam geworden, einfach so die offene Frage zu stellen. Und das zu tracken zu tracken heißt einfach irgendwie eine Excel-Tabelle zu führen und das da reinzuschreiben und einfach auch so, wie die Person am Telefon oder in der Kanzlei oder wie auch immer das gesagt hat. Nichtsdestotrotz ist das nicht, also das gibt eine gute Richtung vor, was funktioniert, was funktioniert nicht. Aber das heißt nicht, dass am Ende nur weil eine bestimmte Sache wenig oder gar nicht genannt wird, nicht funktionieren. Muss im Zweifel sondern viele wissen auch gar nicht mehr so am Ende, was habe ich denn zuerst gesehen, was war dann der abschließende Punkt, der quasi so den letzten Anschub gegeben hat, dass ich mich da jetzt auch mal melde.

Ich finde, man muss das generell auch so diesen, also genau wie Sie es gesagt haben, diesen [00:37:00] Auftritt sowohl online als auch offline recht ganzheitlich denken, weil Sich Mandanten ja auch, wie gesagt, das ist ein Thema, da braucht man Vertrauen, das dauert eine Weile bis man das Vertrauen hat und dann sich auch meldet.

Da gibt es viele Punkte und je mehr Punkte man liefert an Knüpfungspunkte, desto besser im Zweifel. Man hat ja auch unterschiedliche Typen von potenziellen Mandanten. Der eine liest lieber, der andere hört lieber was, der dritte guckt sich was an oder wie auch immer. Also, dass man da auch verschiedene Typen Menschentypen einfach abholt, ist sehr wichtig. Und ... Was jetzt eher neu ist, aber

was auch noch dazu kommt, ist eben das Thema KI. Man hat ja irgendwie so die klassische

Suche beispielsweise jetzt im digitalen Marketing. Da war es bisher so, da war, wenn man ehrlich ist, Google so die eine Anlaufstelle über die dann viel ging. Klar gibt es andere Suchmaschinen, aber wenn ich mir da so die Traffic-Zahlen angucke, dann eigentlich nicht. Aber mittlerweile gibt es ja auch viele KIs. [00:38:00] Auch da sieht man mittlerweile, kommen Besucher her. Im Verhältnis ist es noch sehr wenig, aber es wird halt näher und diese KIs schauen sich dann halt auch verschiedene Punkte an, also die schauen sich auch ein Gesamtbild an. Von der Website über Veröffentlichungen, über Fachbeiträge, über Podcasts vielleicht YouTube-Videos Social-Media-Kanäle und versuchen daraus dann so irgendwie eine Art Algorithmus aufzubauen, auf dem dann Empfehlungen ausgesprochen werden oder nicht.

Deswegen ist es gut, dann ein rundes Gesamtbild nach außen zu präsentieren, auch wenn es nicht alles immer messbar ist, definitiv.

Christian T. Stempfle: Genau, ja.

Sebastian Klingel: Ja. Wie viel Zeit investieren Sie denn so in die Akquise vielleicht pro Woche, pro Monat Je nachdem, können Sie das ungefähr

sagen oder ist Das sehr

Christian T. Stempfle: ist wirklich ganz unterschiedlich weil es natürlich auch stark davon abhängt, wann man wo auftritt welche Vorträge hält. [00:39:00] So auf Monatsbasis gerechnet, hätte ich mal gesagt, 10 bis 20 Stunden im Monat. Möglicherweise vielleicht auch manchmal mehr. Das hängt immer wieder stark davon ab, was ist die Akquisetätigkeit.

Ich habe zuletzt mit einer Kollegin aus unserem Kanzlei Marketing Reels Aufgenommen für LinkedIn. Da achtet die Kollegin einmal ganz peinlich genau darauf, dass die möglichst kurz sind. Also alles über eine anderthalb Minuten Länge ist verboten.

Das war 1,45. Christian, das machen wir nochmal.

Das, versuchen da [00:40:00] mittlerweile alle möglichen Medien zu bespielen und dann natürlich auch so, das habe ich von unserer Tochter die ist 19, gelernt, die Dinge müssen präglant auf den Punkt und kurz sein und möglichst schnell geschnitten. Und dann funktioniert das für eine Altersgruppe die halt jetzt dann auch langsam nachrückt.

Sebastian Klingel: Ja, definitiv. Ich finde, da gibt es zwei ganz gegensätzliche Trends die wahrscheinlich gut miteinander zu tun haben. Also einerseits dieses extrem kurze schnelle, also die Reels TikToks was auch immer, die wirklich auf Punkt sitzen müssen. Also wenn da die erste halbe Sekunde nicht auf den Punkt irgendwie geschnitten ist und

der Hook, auf dem das Ganze aufbaut, nicht.

So interessant ist, dass es ein Scrollstopper ist und man sofort hängen bleibt, dann hat man es verloren, dann hätte man es nicht drehen müssen. Bis hin zu eben Podcasts die ja auch theoretisch gibt es das Medium ja schon ewig. Also wenn

ich

Christian T. Stempfle: gibt es schon lange, ja.

Sebastian Klingel: [00:41:00] meinen ersten iPod bekommen habe in der Schule noch, mal zu Weihnachten oder so, da gab es auch schon die Podcast-App drauf, aber die waren einfach nicht so Es gab halt schon Podcasts aber es war eher so eine ganz starke Nische.

Mittlerweile gibt es ja immer mehr. Also sprich so dieses Gegenstück zu dem extrem kurzen auch das extrem lange. Also teilweise gibt es ja Podcasts auf YouTube oder auf Spotify und Co., die irgendwie fünf Stunden lang sind und die werden auch gerne gehört.

Christian T. Stempfle: Ja, ja, das ist richtig.

Sebastian Klingel: ist das Interesse so. Einerseits man möchte es kurz auf den Punkt haben, Wenn man sich da mal mit einem Thema befassen will, dann möchte man irgendwie auch die Möglichkeit haben, da wirklich sich lange damit zu befassen und so ein bisschen auszugleichen wahrscheinlich,

Christian T. Stempfle: Ja, deswegen versuchen wir dann natürlich so diese Breitbandantibiotika mäßig würde der Mediziner sagen, möglichst breit anzugehen und so für jeden Adressatenkreis was mitzunehmen und diese Reels wie man sie [00:42:00] heute nennt sind eine eigene Kunst und die gehören halt auch dazu. Und dann, deswegen bin ich ja, ich habe überlegt, wieso erzähle ich Ihnen das?

Ja, weil da ist natürlich der Aufwand denkbar kürzer weil die Dinge einfach kurz sein müssen, als wenn man eben jetzt eine Schulung hält oder ein Seminar oder zu einer Veranstaltung geht und das dann natürlich zeitmäßig ganz schnell nach oben skaliert.

Sebastian Klingel: Ja, definitiv Aber ich habe es schon rausgehört, Sie haben auf jeden Fall Unterstützung intern, haben ein Marketing-Team, was Sie unterstützt, was es Ihnen dann wahrscheinlich auch einfach möglich macht, das Ganze neben dem Tagesgeschäft irgendwie. Ja,

abzubilden ich meine, es ist Ja, die eine Sache einmal, genau, es ist ja die eine Sache, einmal irgendwie ein paar Reels aufzuzeichnen und einmal eine Veranstaltung zu machen und einmal einen Podcast aufzuzeichnen, aber es ist ja eine ganz andere Sache, das Ganze regelmäßig zu machen und da ein Team aufgebaut zu haben, was da unterstützt ist definitiv wahrscheinlich so der eine Hebel, der [00:43:00] das möglich macht. Während das Tagesgeschäft läuft. Man ist ja dann nicht nur Podcaster oder

nicht nur Influencer in dem Sinne, dass man Reads

produziert. Man hat ja ein eigentliches Tagesgeschäft. Genau. Ja, sehr schön. Sehr, sehr spannend. So langsam müssen wir zum Ende kommen. Ich hätte noch eine Frage und zwar... Was ich immer gespiegelt bekomme, also ich habe kein Jurastudium vorzuweisen, aber ich habe mit vielen Kunden zu tun, die alle eins hinter sich haben.

Die haben eigentlich alle geschlossen gesagt, Marketing war da jetzt nie groß ein Thema. Zumindest wenn es mal Thema war, dann nicht besonders praxisorientiert oder so, dass man viel mitnehmen konnte. Also was

würden Sie denn jemandem mitgeben, weil auch viele zuhören die eben gerade noch im Studium sind, immer mal wieder auch beim Podcast, würden Sie denen dann mitgeben im Sinne von...

Wie sollte man dann die

Christian T. Stempfle: 2020

Sebastian Klingel: denken, womit sollte man vielleicht anfangen wenn man jetzt dann so in den Beruf

startet.

Christian T. Stempfle: glaube, [00:44:00] womit man definitiv anfangen sollte, ist viel auf Veranstaltungen gehen, Kolleginnen und Kollegen kennenlernen sprechen, sich austauschen, sich auf die Basis so ein... Eigenes Netzwerk zu bilden um dann auch so ein gewisses Gespür dafür zu kriegen, wie wirkt man selber, weil das ist das, was ich jüngeren Kolleginnen und Kollegen immer sage, es bringt nichts, wenn jemand jetzt versucht, den Stempfli zu imitieren oder irgendeinen anderen Kollegen, sondern man muss da seine eigene Note finden, man muss authentisch sein.

Und dann funktioniert es auch. Und diese Authentizität, die kann man natürlich in einem persönlichen Kontakt am besten in Anführungszeichen üben, herausbilden und dann auch mal gucken, wie präsentieren sich andere, was halten andere für Vorträge, [00:45:00] was gefällt mir, was gefällt mir genau nicht, was würde ich besser machen und dann daran anschließend den nächsten Schritt ergreifen.

Sebastian Klingel: Ja, also einerseits ausprobieren, andererseits eben auch einen eigenen Stil oder wie man es dann

Christian T. Stempfle: ist ganz wichtig, dass man wirklich, das ist gerade, weil ich bin in meinem Team der einzige Mann und junge Kolleginnen, das habe ich öfter schon diskutiert und das ist an mich herangetragen worden, dass man als Frau natürlich ganz anders wirkt Eine andere stimmliche Präsenz hat oder nicht hat. Die Bedenken moderiere ich dann immer gleich ab, weil ich sage, jede und jeder muss in seiner Art und in seiner Range wirken und dann funktioniert das auch, ohne [00:46:00] dass man jetzt sagt, man muss hier genau dasselbe abbilden was jemand anderes abbildet mitnichten.

Sebastian Klingel: Ja ja. Ja, definitiv Ich finde, um da aus eigener Erfahrung zu sprechen, das ist ja auch so ein bisschen eine Art von Marketing und Demarketing über die eigene Persönlichkeit, die eigene Art, zieht man ja eine bestimmte Art von

Menschen an und für eine andere Art von Menschen passt es auch wiederum gar nicht, die stößt man ab und das ist eigentlich gar nicht schlecht, weil am Ende hat man dann mehr mit denen zu tun, bei denen es dann eh zwischenmenschlich auch besser funktioniert und man hat so ein bisschen die

Christian T. Stempfle: Ja, und das hatten Sie ja ganz am Anfang angesprochen, das ist das, was am Ende, also ich habe viele Mandanten vorwiegend Unternehmungen die ich... Schon 10, 20 Jahre vertrete und berate, das kommt ja irgendwo her, eben weil man da so eine gewisse Nähe hat, weil man [00:47:00] einen persönlichen Umgang hat und es auf diese Art gelungen ist, eben die...

Mandatsbeziehung zu erhalten, weiter auszubauen. Und das steht und fällt mit der persönlichen Kommunikation Wie geht man mit den Leuten um? Wo hört man denen zu? Wie versteht man das Geschäft, aber auch die Personen dahinter? Und dann funktioniert es.

Sebastian Klingel: Sehr schön. Ja, ich könnte es nicht besser sagen. Vielen, vielen Dank.

War sehr, sehr spannend, war ein tolles Gespräch Ich habe mich sehr gefreut dass es geklappt hat. Ich werde in der Podcast oder bei der Podcast-Episode in den Shownotes auf jeden Fall mal alles verlinken was es so gibt, vom LinkedIn-Profil über den Podcast, über die Kanzlei-Website.

Also ich denke, wer da... Auf sie zugehen möchte, der findet da auf jeden Fall einen Weg. Und ansonsten ja, vielen Dank und bis vielleicht zum nächsten Mal.

Christian T. Stempfle: Bis zum nächsten [00:48:00] Mal. Gerne. Tschüss.

Einspieler: Das war die aktuelle Episode des Kanzleimarkt-Team-Podcast. Vielen Dank fürs Zuhören. Ich hoffe, du konntest hier einiges mitnehmen. Falls du dich jetzt fragst ein bisschen ins Grübeln gekommen bist und am Überlegen bist, wie kannst du vielleicht in Zukunft noch besser zielgerichteter vor allem lukrative Mandate generieren.

Nicht einfach nur mehr Geschäft, sondern zielgerichtet ebenso die besseren Fälle. Dann hier noch mal ein Hinweis auf den Akquise-Guide den ich kostenfrei anbiete. Da sieht es ja so aus, dass du einfach ein paar Fragen beantwortest und ich dann über ein Formular, wir müssen da gar nicht mal zu telefonieren, und wenn du das gemacht hast, brauche ich ein paar Tage, melde mich dann zurück per E-Mail mit dem fertigen Schritt-für-Schritt-Akquise-Guide und falls du dann Rückfragen hast und sprechen willst, können wir das gerne tun.

Müssen wir aber nicht. Wenn du Interesse hast, dann geh jetzt auf akquiseguide.de. Ansonsten freue ich mich auf jeden Fall, falls du bei der nächsten Episode auch wieder mit dabei bist, am besten hier den [00:49:00] Podcast abonnieren und danke fürs Interesse und bis hoffentlich demnächst.

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Sebastian Klingel
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