Google führt den KI-Modus ein: Was das für Kanzleien bedeutet

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Shownotes

In dieser Episode spreche ich über den neuen KI-Modus von Google und was seine Einführung für Kanzleien, Suchstrategien und die Sichtbarkeit im Netz bedeutet. Ich zeige, wie sich die Google-Suche durch den Chat-Ansatz verändert und warum klassische SEO-Maßnahmen künftig um neue Ansätze ergänzt werden müssen.

Außerdem erkläre ich, warum es wenig bringt, über die Veränderung zu diskutieren – und wie man stattdessen frühzeitig davon profitieren kann.  

Ich spreche über:  

  • Einführung des Google-KI-Modus: Wie sich die Suche in einen Chat verwandelt  
  • Auswirkungen auf klassische Suchergebnisse und Werbeanzeigen  
  • Warum es wichtiger ist, KI-optimierten Content zu erstellen, statt sich gegen die Änderungen zu wehren  
  • Unterschied zwischen SEO und „GEO“ (Generative Engine Optimization)  
  • Neue Suchgewohnheiten: Wie Nutzer mit KI anders fragen und suchen  
  • Technische Voraussetzungen, um von der KI gefunden zu werden  
  • Chancen der frühen Anpassung: Warum jetzt der ideale Zeitpunkt ist, um zu optimieren

Du hast selbst eine Frage, die ich im Podcast beantworten soll? Dann stelle sie mir gerne unter www.sebastianklingel.com/frage-stellen/

Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Kanzleimarketing-Podcasts. Heute habe ich eine Frage mitgebracht und für alle, die hier im Video auch zuschauen zusätzlich auf zum Beispiel YouTube, blende ich die Frage einmal ein. Die lautet nämlich: Wie findest du es, dass Google den KI Mode eingeführt hat? Das war ja, ich sage mal, jetzt eine längere Zeit schon relativ absehbar, dass der eingeführt wird, zumindest mal in Deutschland, also dass er auch in Deutschland eingeführt wird. Der Grund dafür ist, er wurde im Ausland eingeführt und dann ist immer eine gute … Wenn es den in den USA gibt, dann ist es schon mal ein gutes Anzeichen dafür, dass es den wohl auch perspektivisch irgendwann in Deutschland geben wird und dass es in der letzten Zeit passiert, je nachdem, wann die Folge online geht, seit kurzem oder schon etwas länger. Genau, ich kann dann auch einmal kurz zeigen. Was hat es mit diesem KI Mode auf sich? Ich hoffe, jetzt habe ich hier den richtigen Bildschirm gezeigt. Genau, wunderbar. Für alle, die nur zuhören, man sieht hier die Google Startseite im Prinzip und die sieht aus wie fast immer, sehr clean. Wir haben jetzt hier einen KI Modus an der Seite.

Sprecher 1 (00:01:14.18)
Der blinkt auch ganz schön. Da wo früher irgendwie so ein Absendenbutton war, steht jetzt KI-Modus. Den findet man nicht nur hier, den findet man auch in der normalen Suche. Also wenn ich jetzt Anwaltarbeitsrecht beispielsweise eingebe, dann habe ich hier meine normalen Suchergebnisse. Da gibt es Google My Business und organische und bezahlte Anzeigen beziehungsweise so, Ergebnisse in der Suche. Und ich habe hier an der Seite auch ganz oben, an der linken Seite, auch den KI-Modus. Jetzt gehe ich mal zurück zur Google Startseite. Der „KI-Modus sieht nämlich immer gleich aus im Prinzip und am Ende ist es ein Chat statt einer klassischen Suche. Wenn ich jetzt hier eingebe, ich suche einen Anwalt für Arbeitsrecht. Dann habe ich jetzt hier natürlich das Ganze ohne den KI-Mode gemacht, sondern aus Gewohnheit habe ich Enter gedrückt und wenn ich jetzt hier auf den KI-Modus klicke, dann startet hier ein Chat, wie man es auch von ChatGPT und Co kennt. Und was habe ich jetzt hier? Ich habe hier an der Seite ein paar sehr, sehr wenige Suchergebnisse. Also jetzt hier im im Prinzip werden mir drei Seiten direkt angezeigt. Ich kann auch mehr anzeigen, dann wird das ein bisschen größer, aber ich habe hier wirklich nicht prominent Suchergebnisse.

Sprecher 1 (00:02:40.04)
Das war ja früher mal von Google das Kernthema „Suchergebnisse und jetzt habe ich hier ganz prominent einen KI-generierten Text. Da sind auch überall ganz brav Links hinterlegt, das muss man schon sagen, aber es ist deutlich mehr an Perplexity unter ChatGPT als einer klassischen Google-Suche. Und hier werden mir jetzt eben bestimmte Anwälte vorgeschlagen, die zum Thema passen. Und dann kann ich quasi weiter mit dem Chat interagieren. Das ist jetzt wie ein Chat im Prinzip: Kann eine Frage stellen, kann ein Bild hochladen, kann per Mikrofon auch eine Spracheingabe machen, aber letztlich ist es im Prinzip ein Chat. Und das ändert sehr, sehr viel, weil ich habe jetzt hier drin, zumindest mal Stand heute, keine Werbeanzeigen, sondern das sind organische Ergebnisse. Da bleibt es spannend, was Google auf jeden Fall mit dem Thema Werbeanzeigen im KI-Modus macht. Ich würde mich mal so weit aus dem Fenster lehnen, dass es irgendwann möglich sein wird, Geld auszugeeben, hier angezeigt zu werden, weil Google damit ja doch auch Geld verdient mit Werbeanzeigen. Aber ein Schritt zurück. Einmal kurz: Was ist der KI-Modus? Es ist quasi ein Chat und die klassischen Suchergebnisse sind weg nicht, aber stark in den Hintergrund gerückt. Gut, so viel erst mal dazu.

Sprecher 1 (00:04:06.04)
Zurück zur Frage: Wie finde ich es, dass Google den KI Mode eingeführt hat? Das ist eigentlich egal, wie ich das finde. Das ist gar nicht böse gemeint oder despektierlich, aber grundsätzlich ist es eigentlich gar nicht so wichtig, wie ich das finde und es ist auch nicht so wichtig, wie du das findest oder irgendjemand anderes, weil die haben das ja eh gemacht und die werden das auch weiterhin machen. Und es sieht zumindest aktuell so aus, als würde man sich viel dahin entwickeln, dass man nicht mehr selber ausschließlich sich auf die Suche macht und alle Seiten liest und dann entscheidet, welche ist denn die Richtige für mich, sondern dass diese Arbeit, das Recherchieren, von KI-Tools erleichtert und teilweise abgenommen wird. Und so eben auch in den Google-Suchergebnissen, wie groß der Prozentsatz zwischen manueller Suche und KI-Suche sein wird oder ob es nur noch das eine oder das andere gibt oder was auch immer. Schwer abzusehen, aber wir bleiben einfach dabei. Es ist da und es ist wahrscheinlich gekommen, zu bleiben. Deswegen, egal wie man es findet, ich finde, man sollte einfach damit arbeiten, weil beschweren bringt jetzt nicht allzu viel. Zumindest wird Google sich da wahrscheinlich nicht dran halten oder sich da keinen …

Sprecher 1 (00:05:23.29)
Wie soll ich sagen? Wenn ich jetzt eine E-Mail schreibe, werden die es wahrscheinlich nicht rückgängig machen. Was heißt das also für die Zukunft. Es wird einfach extrem wichtig sein, oder im Prinzip ist es schon wichtig, aber es wird immer wichtiger, KI-optimierten Content zu bringen. Das bedeutet, man sollte sich ganz genau anschauen, welche Themen sind relevant, und zwar einerseits aus Sicht der Zielgruppe – das sind meiner Meinung nach immer noch die wichtigsten, diejenigen, die es lesen sollen, für die der Content erstellt wird –, welche Themen sind da relevant, aber eben auch für die KI-Suchmaschinen, für ChatGPT, für alles KI-getriebene quasi. Und das heißt, für eine klassische SEO-Kampagne schaut man sich immer Keywords an: Was wird gesucht? Wie häufig? Wie hoch ist die Konkurrenzsituation? Was wäre ein Klickpreis? Solche Themen. Und man sollte sich für das Geo-Thema, also das Generative Engine Optimization, das ist alles, was mit KI-Suchen zu tun hat, mal schauen, ob sich der Begriff durchsetzt. Ist nicht von mir. Es gibt da einige, die gerade drin sind, aber die Abkürzung Geo passt irgendwie gut zu SEO, deswegen benutze ich die jetzt einfach auch. Da sollte man sich auch anschauen, welche Themen sind da relevant, weil das Suchverhalten ist anders als in der klassischen Suche, wenn man es mit der KI-Suche vergleicht, weil wenn man es mit einem Bot zu tun hat, mit einer KI zu tun hat, dann benutzt man eher vollständige Fragen und Sätze, gibt viel mehr Kontext als jetzt klassische Suche, Anwalt-Arbeitsrecht.

Sprecher 1 (00:06:56.03)
Dann sagt man vielleicht: „Hey, ich habe eine Kündigung erhalten. Zwischenzeitlich war ich in der Elternzeit, da ist das passiert. Das finde ich gar nicht gut. Jetzt brauche ich irgendwie einen Anwalt, kannst mir da einen aussuchen. Es ist einfach viel mehr Kontext dabei und dementsprechend sollte man sich anschauen, wie findet man die richtigen Themen suchen, letztendlich auch in der KI-Suche relevant zu sein, weil sich eben die Suchbegriffe in dem Sinne ändern, ein Stück weit zumindest. Nicht nur, aber eben auch. Neben Neben dieser Themenanalyse gibt es noch den zweiten Block, nämlich die technischen Themen, die man beachten sollte, eben dort aufzutauchen. Die Themenauswahl ist sehr wichtig, aber es ist auch wichtig, dass man technisch bereit dafür ist, dass eine KI sich die Seite anschaut. Die verstehen schon alle Seiten, egal wie alt die sind, aber auch die KI ist eher faul und sucht sich den leichtesten Weg. Und wenn man die Daten strukturiert zur Verfügung stellt, dann ist die Chance auch höher, dass die KI die Mühe sich macht und das Ganze sich anschaut und auch liest. Ich kann an der Stelle ganz kurz mit schamloser Eigenwerbung auf meinen Akquiseguide hinweisen. Der ist kostenfrei, deswegen ist es, denke ich, okay, wenn ich kurz darauf hinweise.

Sprecher 1 (00:08:13.00)
Unter akquiseguide. De – ist auch unter dem Podcast irgendwo verlinkt – kann man sich den anfordern und den erstelle ich dann gerne beziehungsweise individualisiere ich gerne für Kanzleien. Da zeige ich auch genau auf, was ich empfehlen würde, je nach Ausgangssituation. Deswegen muss man vorab ein paar Fragen beantworten, welche Strategie ich empfehlen würde? Und häufig ist die KI-Suche der eine der Strategien und dann schlage ich da auch konkrete individuelle Handlungsempfehlungen, Themen und so weiter vor. Aber genug der Eigenwerbung. Wer Interesse hat, der findet den Akquiseguide mit Sicherheit. Neben dieser Themenauswahl und den technischen Neuerungen sollte man bedenken, dass es auch eine eine große Chance ist im Prinzip, weil als so die heute alten klassischen Suchmaschinen damals neu waren, hat sich das Thema so ein bisschen geändert: Wie findet man Anwälte? Also wie findet man Dienstleister oder was auch immer. Und jetzt ändert sich das Spielfeld wieder so ein bisschen. Die Regeln ändern sich und es ist wieder ein guter Zeitpunkt, da quasi einzusteigen. Während sich viele noch beschweren, kann man anfangen zu optimieren. Und ja, so ein bisschen den Rückenwind mitnehmen. Die Konkurrenz ist jetzt noch nicht so groß, wie sie auf jeden Fall irgendwann sein wird, weil jeder, der schon mal Google erst geschaltet hat in einem umkämpften Rechtsgebiet, in einer umkämpften Region, der weiß, das ist nicht mehr so einfach, wie es irgendwie vor fünf bis zehn Jahren war.

Sprecher 1 (00:09:48.14)
Und genauso wird es natürlich auch in der KI-Suche sein. Deswegen, wer früher dabei ist, hat vermutlich auch hier einen großen Vorteil. Dementsprechend kann ich das nur empfehlen und gar nicht so Das ist quasi Schlusssatz. Ich würde gar nicht so extrem darüber nachdenken: Was halte ich jetzt davon? Was hat das für Implikationen generell auf die Art der Suche? Gut, darüber kann man nachdenken vielleicht, aber über jetzt Sinn und Zweck würde ich mir nicht zu sehr den Kopf zerbrechen, sondern eher: Wie kann ich es für mich nutzen? Weil am Ende willst du sicherlich auch einfach potenziell gute Mandanten für dich gewinnen und wenn sich die Art der Suche ändert, dann musst du schauen, dass du dort bist, wo die Mandanten heute suchen. Vielen Dank fürs Zuhören oder auch fürs Zuschauen. Wenn du auch eine Frage hast, dann stell mir die gerne und wenn es passt, dann bemühe ich mich, die auch hier in einer Podcast-Folge zu beantworten. sebastianklingel.com/frage-stellen/ und das Ganze verlinke ich hier auch unter dem Podcast. Das war es für diese Episode und ich freue mich, wenn du auch in der nächsten wieder mit dabei bist.